
»Ich finde, man sollte es tun und alle Spuren der Forschungsarbeit beseitigen«, widersprach Zinder.»Was wir haben, ist die Macht, Gott zu spielen. Ich glaube nicht, daß wir dafür schon reif sind.«
»Man kann nichts, was einmal erfunden ist, einfach rückgängig machen, gleichgültig, wie die Folgen aussehen«, betonte Trelig.»Aber ich gebe Ihnen recht, man sollte das geheimhalten. Selbst wenn nur das Wissen von Ihrer Entdeckung bekannt werden würde, müßte das eine Million anderer Wissenschaftler anregen. Ich bin der Meinung, Sie sollten das Projekt hier abziehen und an einen sicheren, entlegenen Ort damit gehen.«
»Und wo wäre dieser sichere Ort?«fragte Zinder skeptisch.
Trelig lächelte.
»Ich habe einen… einen Planetoiden mit voller Lebenserhaltung, normaler Schwerkrafterzeugung und so weiter. Ich verwende ihn als Ferienort. Er wäre ideal.«
Zinder dachte an Treligs unerfreulichen Ruf und fühlte sich unbehaglich.
»Ich glaube nicht«, sagte er.»Ich halte es für besser, wenn ich nächste Woche den Fall dem ganzen Rat vorlege und die Mitglieder entscheiden lasse.«
Trelig reagierte so, als habe er diese Antwort erwartet.
»Sind Sie sicher, daß Sie es sich nicht anders überlegen wollen, Doktor? Neu-Pompeii ist ein wunderbarer Ort, viel schöner als diese sterile Abscheulichkeit.«
Zinder begriff, was ihm angeboten wurde.
»Nein, ich bleibe bei meiner Entscheidung«, antwortete er.»Nichts kann mich veranlassen, meine Meinung zu ändern.«
»Nun gut«, sagte Trelig seufzend.»Ich sorge für eine Ratssitzung morgen in einer Woche. Sie und Dr. Yulin werden natürlich teilnehmen.«Er stand auf und ging zur Tür. Dort lächelte er und nickte kaum merklich Ben Yulin zu, der das Nicken erwiderte. Zinder bemerkte nichts davon.
Ben Yulin würde gewiß für alles sorgen.
